


Die 9. Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums bekamen kürzlich besonderen Besuch: Vertreterinnen des Elternvereins krebskranker Kinder e.V. stellten ihre Arbeit, eingebunden in die der Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste Schmetterling und Westsachsen vor und öffneten den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ein Thema, das eher als Tabuthema gilt. Anhand von Geschichten aus dem Alltag, Anschauungsmaterial und interaktiven Fragen zeigten sie, dass Hospizarbeit viel mehr ist als das, was viele zuerst damit verbinden. Die Jugendlichen erfuhren, dass ambulante Hospizdienste Familien oft über Jahre begleiten – ab dem Zeitpunkt der Diagnose und weit über den Tod hinaus. Die zwei Mitarbeiter der Hospizdienste begegneten den Jugendlichen dabei mit viel Empathie und Offenheit.
Besonderes Interesse weckte der Einblick in die ehrenamtliche Arbeit. Die Besucher erklärten, welche Aufgaben Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendhospizarbeit übernehmen – Dabei geht es sowohl um emotionale Unterstützung als auch um Entlastung im Alltag, Spielangebote für Geschwisterkinder, Gespräche, Zeit und Zuversicht. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich überrascht, wie viel Lebensfreude, Humor und Normalität diese Arbeit mit sich bringt.
Im Mittelpunkt stand die Botschaft: „Hospizarbeit bedeutet vor allem Leben – unterstützen, stärken, begleiten.“ Es geht um ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben bis zuletzt. Der Besuch des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste Schmetterling und Westsachsen ermutigte die Jugendlichen, Fragen zu stellen und offen über den Tod zu sprechen. Die Referenten betonten, wie wichtig es ist, diese Themen nicht zu tabuisieren: „Sterben gehört zum Leben dazu – aber niemand muss diesen Weg allein gehen.“

